General Dufour war eine herausragende Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts, die weit über ihre Rolle als erster General des modernen Schweizer Bundesstaats hinauswirkte. Besonders im Sonderbundskrieg 1847 setzte er mit seinem respektvollen Umgang mit Gegnern, Zivilisten und Verwundeten neue Massstäbe für Menschlichkeit im Krieg. Sein berühmter Tagesbefehl, Verwundete und Nichtkombattanten zu schützen, wurde zum Vorbild für das spätere humanitäre Völkerrecht.
1863 war Dufour Mitbegründer und erster Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK). Drei Jahre später war er massgeblich an der Gründung des Schweizerischen Roten Kreuzes beteiligt. Die von ihm gelebten Werte - Schutz, Fürsorge und Respekt - bilden bis heute die Grundlage für das Handeln des SRK.
Auch der Schweizerische Militär-Sanitäts-Verband (SMSV) steht in dieser Tradition. Die Prinzipien, die Dufour vorlebte, prägen das Selbstverständnis und die tägliche Arbeit des SMSV. Im Zentrum stehen die Versorgung und der Schutz von Verwundeten, die Förderung der Kameradschaft und das Eintreten für humanitäre Werte, sowohl im Einsatz als auch im Alltag.
General Dufours Vermächtnis ist somit ein wichtiger Teil der Identität des Schweizer Sanitätswesens. Seine Haltung und sein Engagement für Menschlichkeit sind bis heute Vorbild für alle, die sich im zivilen und militärischen Sanitätsdienst engagieren.